AKTUELL

Samstag 30. Juni 2018 überreichte Michiel Dijkema während der Sommerkonferenz der Opera Europa in Zürich Marja und Armin Kretschmar einen Award für ihre bedeutenden Verdienste für die Nachwuchsförderung im Bereich der Opernregie und für das Initiieren und Organisieren den Europäischen Opernregie-Preis während den vergangenen zwanzig Jahren.
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Michiel Dijkema hat seine Gastprofessur für Oper an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin abgeschlossen mit einem Meisterkurs für Musiktheaterregiestudenten und mit einer Inszenierung von Haydns Il mondo della luna mit Gesangsstudierenden. Die Premieren dieser Produktion (26. und 27. April 2018) wurden mit Begeisterung begrüßt:
„sehr kurzweilig und äußerst körpernah inszeniert von Michiel Dijkema (der auch das großartige Bühnenbild mit seinem fulminanten Teleskop-Großrohr entwarf) […] Gänsehaut! Sehr stimmungsvoll – ja, diesen Haydn MUSS man gesehen und gehört haben! Lohnt sich, glauben Sie mir!“
(Andre Sokolowski, Kultura Extra, 27. April 2018)
„Il mondo della luna […] sprüht nämlich vor Witz und Charme. Einen großen Anteil daran haben die furiosen Darbietungen der Sängerinnen und Sänger. Mit wunderbar komischen schauspielerischen Leistungen und einem tollen Gespür für die Absurdität des menschlichen Körpers bringen sie den Saal im Minutentakt zum Lachen. […] Toll auch das Bühnenbild, das Regisseur Michiel Dijkema im Studiosaal der HfM gleich miterdacht hat. Vor allem das Teleskop, durch das Bonafede den Mond zu sehen meint, gelingt ihm originell: Aus Friseurstuhl, Satellitenschüssel und Pömpeln entsteht ein fremdartiges Objekt, das in seiner absurden Alltäglichkeit urkomisch anzuschauen ist. […] schwindelerregender Abend“
(Elias Pietsch, Tagesspiegel, 30. April 2018)
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Die Premiere von Rusalka (3. Dezember 2017) and der Oper Leipzig wurde von Publikum und Presse mit großer Begeisterung empfangen. „Rusalka-Triumph […] Die Inszenierung ist Weltklasse! […] Phantastisch, immens traurig“ (Bild) „Ein großes Theaterbild, mit dem der Regisseur Michiel Dijkema die Oper beschließt. Es rührt zu Tränen in seiner Traurigkeit. […] diese Rusalka wird ein Renner“ (Leipziger Volkszeitung) „einfach perfekt […] geniale Regieeinfälle […] diese Neuinszenierung setzt neue Maßstäbe“ (O-Ton Magazin) „ein Hexenhaus, das auf zwei Hühnerbeinen steht und geht, so dass den Zuschauern vor Entzücken das Programmheft vom Schoss fällt“ (Mitteldeutsche Zeitung) „Dijkema erzählt das Märchen stringent, nachvollziehbar und mit einer genau der Musik abgehörten Personenführung und Charakterzeichnung […] Nur schon die Gestaltung der Bühne ist ein Erlebnis“ (Oper Aktuell) „freie Märchenpoesie, sehr detailbewußt gearbeitet, aufwendig in der optischen Realisierung […] weit über das böhmische Märchen hinaus“ (MDR-Kultur) „Ein phantastisches märchenhaftes Spektakel. […] Ganz großes Theater.“ (Tamino Klassikforum) „von Nebel umwabertes, naturatmosphärisches Traumspiel […] einhelliger Jubel“ (Neue Musikzeitung) „ein grandioser Coup de Théâtre […] sinnlich verzaubernde Bildersprache“ (Der Neue Merker)
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Der neue Teil zu Strauss’ Salome der Buchreihe “Opernführer kompakt” (Henschel/Bärenreiter, Ann-Christine Mecke, ISBN 978-3-89487-946-4 / ISBN 978-3-7618-2413-9) hat ein Foto von Michiel Dijkemas vielgepriesener Salome Inszenierung (Oper Wuppertal 2015) auf dem Umschlag. Mehr Info auf der Salome-Seite von dieser Website.

BIOGRAPHIE

Der Niederländische Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema studierte Klavier bei Danièle Dechenne an der Hochschule für Musik Amsterdam und bei Alexander Warenberg und Alwin Bär an der Hochschule der Künste Utrecht. Anschließend studierte er Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Er war aktiv als Liedbegleiter und besuchte die Liedklassen von Thom Bollen in Utrecht und Wolfram Rieger in Berlin.

Seit 2006 inszenierte er (Regie und Bühnenbild) unter mehr Debussys Pelléas et Mélisande (Nationale Reiseoper), Bizets Carmen (Eisenach und Meiningen), Glucks Orfeo ed Euridice (Nationale Reiseoper), Monteverdis L’Orfeo (Stockholm), Schönbergs Pierrot Lunaire (Rotterdam), Strauss’ Die Fledermaus (Eisenach, Moskau und Tallinn), Marschners Der Vampyr (Amsterdam), Rossinis Il Turco in Italia (Leipzig), Mozarts Die Zauberflöte (Gelsenkirchen), Rossinis La Cenerentola (Tallinn und Nationale Reiseoper), Humperdincks Hänsel und Gretel (Gelsenkirchen), Rossinis Il Barbiere di Siviglia (Wiesbaden und Antibes), Puccinis Tosca (Leipzig), Thomas’ Hamlet (Zagreb), Gassmanns L’Opera Seria (Hannover), Smetanas Die verkaufte Braut (Wiesbaden), Mascagnis Cavalleria Rusticana und Leoncavallos Pagliacci (Darmstadt), Wagners Der fliegende Holländer (Wiesbaden), Offenbachs Orpheus in der Unterwelt (Kiel), Brittens A Midsummer Night’s Dream (Hannover), Gounods Faust (Leipzig und Bozen), Offenbachs Pariser Leben (Volksoper Wien), Strauss’ Salome (Wuppertal), die Uraufführung von Isidora Žebeljans Nahod Simon (Gelsenkirchen), Lehárs Die Lustige Witwe (Linz), Kálmáns Die Herzogin von Chicago (Koblenz), Mozarts Die Entführung aus dem Serail (Semperoper Dresden), Offenbachs Hoffmanns Erzählungen (Gelsenkirchen), Dvoráks Rusalka (Leipzig), Haydns Il mondo della luna (HfM Berlin) und Stephan Peiffers Vom Ende der Unschuld (Internationale Maifestspiele Wiesbaden).

Michiel Dijkema gewann verschiedene internationale Opernregiepreise: den zweiten Europäischen Opernregie-Preis 2005, den ersten Peter-Konwitschny-Nachwuchsregiepreis für seine Konzeption für Carmen und in 2007 den Eesti Teatrikunsti Muusikalavastuste Award für seine Produktion von La Cenerentola. Dieser Award gilt als wichtigster Estnischer Preis im Bereich Musiktheater. Das Bühnenbild von Il Barbiere di Siviglia wurde 2011 in Berlin mit dem ersten Wizard-Award ausgezeichnet.


Anfang 2018 wurde Michiel Dijkema als Gastprofessor an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin berufen und unterrichtete in diesem Zusammenhang Gesangsstudierende und Musiktheaterregiestudierende. Zu seinen künftigen Engagements gehören Produktion für das Theater Koblenz, für die Oper Leipzig und für das Musiktheater im Revier Gelsenkirchen.

Michiel Dijkema lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in der Nähe von Amsterdam. Er fuhr mit seinem Fahrrad von Amsterdam u.a. nach Rom, Santiago de Compostela, Venedig, Wien, London, Barcelona und Saintes-Maries-de-la-Mer.

SPIELZEIT 2018-2019

Die Entführung aus dem Serail (Mozart)
Semperoper Dresden
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Tosca (Puccini)
Oper Leipzig
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A Midsummer Night’s Dream (Britten)
Staatsoper Hannover
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Faust (Spohr)
Theater Koblenz
première: 19 January 2019
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Der fliegende Holländer (Wagner)
Oper Leipzig
première: 30 March 2019
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Rusalka (Dvorák)
Oper Leipzig
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Svanda Dudák (Weinberger)
Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
première: 15 June 2019

KONTAKT

info@michieldijkema.com

FOTO © Jochen Quast 2017
(während einer Probe für
„Die Entführung aus dem Serail“
an der Semperoper Dresden)