AKTUELL

PREMIERE DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
Die Premiere von Der fliegende Holländer an der Oper Leipzig (30. März 2019) wurde vom Premierenpublikum mit großer Begeisterung aufgenommen. Das Presse-Echo war eher gespalten:
„konventionell“ (Concerti)
„erstklassige Arbeit […] Dijkema federt die partiell überbordende realistische Üppigkeit seiner Bühnenwelten immer wieder ab mit beinahe karger Reduktion“ (Leipziger Volkszeitung)
„Sensationeller bühnenbildnerischer Coup! […] Total-Begeisterung am Schluss; rhythmisches Klatschen.“
(Kultura Extra)
„Es gibt ihn wirklich: „Der Fliegende Holländer“ erobert als bildgewaltiges Spektakel die Oper Leipzig […] Dijkema lässt in seiner Inszenierung Oper und Novelle miteinander verschmelzen. […] Die Figurenführung ist schlüssig.“ (Leipziger Internet-Zeitung)
„Der Niederländer Michiel Dijkema ist für sein starkes Bildertheater bekannt. […] Am Ende des Abends lässt er einen portalfüllenden Dreimaster in den Zuschauerraum schieben: Das ist schlicht überwältigend.“ (MDR Kultur)
„Der niederländische Regisseur und Bühnenbildner stellt erneut sein Können unter Beweis, einen Theaterraum durch technische Raffinessen und kühne Kunstgriffe zum phantastischen Wunderkabinett zu verwandeln.“ (Klassik.com)
„Dijkemas Ansatz überzeugt, nicht zuletzt wegen der unglaublichen Poesie des Gezeigten, aber auch weil er die Beziehung zwischen Senta und dem Holländer neu deutet.“ (Online Merker)
„Auf der Bühne erschien das massiv aus Holz und Stahl erbaute Holländerschiff mit seinen blutroten Segeln. Ein Monstrum von 20 Metern Länge, sechs Meter Breite und 12 Metern Höhe schob sich über den Bühnenrand mit seiner Galion-Spitze bis über den Zuschauerbereich der siebten Reihe und schwenkte über die Köpfe der begeisterten Besucher.“ (IOCO)
„bewusst gesuchte Entfernung zu einer psychologisierenden Spurensuche nach einem möglichen Gegenwartsbezug“ (Concerti)
„Schauerromantik in eindrucksvollen Bildern […] die Überrumpelungskraft der Musik und der Bilder, die Dijkema dazu fand, ist so unwiderstehlich, dass ein großer Teil der knapp drei Bruttostunden wie im Flug vergeht.“ (Leipziger Volkszeitung)
„Dijkema traut Wagner und seiner Geschichte, seiner Musik - und vor allem dem Intellekt seines Publikum. […] man sollte sich beeilen, Karten zu kaufen.“ (Tamino Klassik)
„Gänsehaut und Atem anhalten! Es wurde nicht an Effekten gespart, die mit der Musik Wagners ein geschlossenes Ganzes ergeben, und nicht an Pathos, das im Augenblick, als der Holländer zu Staub zerfällt, seinen Höhepunkt erreicht.“ (K&W)
„Die Inszenierung hat wegen ihrer Originalität und optischen Atouts alles Zeug, zu einer Theaterlegende zu werden.“ (Online Merker)
„Der Star des Abends ist aber das Schiff des Holländers mit einem kurzen Auftritt nach der Pause im dritten Akt. […] Davon wird wohl jeder erzählen. Der war nicht, der bleibt erstmal.“ (Concerti)
„Dunkles Spiel von Sehnsucht und Erlösung […] ein Psychogramm zweier zerstörter Seelen steht im Vordergrund der Inszenierung“ (O-Ton Kulturmagazin)
„coup de théâtre der Extraklasse […] ein großer Erfolg“ (Tamino Klassik)
„sensationell […] eine empfehlenswerte Inszenierung“ (mephisto976)
„Die alte Geschichte wird ziemlich alt erzählt. […] Motto: nur nicht mit Gegenwartsbezügen verschrecken!“ (Freie Presse / NMZ)
„Ein Geflecht von Geschichten formt eine Schichtung von Erzählebenen. […] Dijkema gestaltet Aspekte aus, die ein Liebesdrama über Treue, Leidenschaft und Aufopferung zum Vorschein kommen lassen. […] höchste handwerkliche Bravour“ (Klassik.com)
„ein weiteres Zugpferd im Spielplan“ (IOCO)
„so etwas Spektakuläres habe ich in meinem ganzen Wagneropern-Liveerleben nie vorher gesehen“ (Kultura Extra)
„eine maßgebliche Produktion, die in ihrem offenen Bekenntnis zur Schauderromantik, aber auch einem damit verbundenen schelmischen Augenzwinkern den berühmten, aber selten erreichten goldenen Mittelweg gefunden hat“ (K&W)
„eine gute Einstiegsdroge – um Wagner im Stile des ganz großen Kinos neu unters Volk zu bringen“ (MDR Kultur)
„Das ist 3D-Kino vom Feinsten, ohne 3D-Brille. […] Dieser Holländer hat definitiv das Zeug zum Erfolgsschlager.“ (O-Ton Kulturmagazin)

ALLE WAGNER-OPERN IN NUR DREI WOCHEN
Michiel Dijkema’s neue Produktion von Der fliegende Holländer (Premiere: 30. März 2019) ist Teil vom Projekt WAGNER 22. Die Oper Leipzig hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2022 das gesamte Repertoire der Opern Richard Wagners im Spielplan zu haben. So soll es in der Geburtsstadt Wagners im Juni/Juli 2022 möglich werden, alle Opern innerhalb von drei Wochen aufzuführen.
-------
GASTPROFESSUR HOCHSCHULE FÜR MUSIK BERLIN
Michiel Dijkema hat seine Gastprofessur für Oper an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin abgeschlossen mit einem Meisterkurs für Musiktheaterregiestudenten und mit einer Inszenierung von Haydns Il mondo della luna mit Gesangsstudierenden. Die Premiere dieser Produktion wurde von Publikum und Presse mit Begeisterung begrüßt:
„sehr kurzweilig und äußerst körpernah inszeniert von Michiel Dijkema (der auch das großartige Bühnenbild mit seinem fulminanten Teleskop-Großrohr entwarf) […] Gänsehaut! Sehr stimmungsvoll – ja, diesen Haydn MUSS man gesehen und gehört haben! Lohnt sich, glauben Sie mir!“
(Kultura Extra)
„Il mondo della luna […] sprüht nämlich vor Witz und Charme. Einen großen Anteil daran haben die furiosen Darbietungen der Sängerinnen und Sänger. Mit wunderbar komischen schauspielerischen Leistungen und einem tollen Gespür für die Absurdität des menschlichen Körpers bringen sie den Saal im Minutentakt zum Lachen. […] Toll auch das Bühnenbild, das Regisseur Michiel Dijkema im Studiosaal der HfM gleich miterdacht hat. Vor allem das Teleskop, durch das Bonafede den Mond zu sehen meint, gelingt ihm originell: Aus Friseurstuhl, Satellitenschüssel und Pömpeln entsteht ein fremdartiges Objekt, das in seiner absurden Alltäglichkeit urkomisch anzuschauen ist. […] schwindelerregender Abend“
(Tagesspiegel)
-------
SALOME
Der neue Teil zu Strauss’ Salome der Buchreihe “Opernführer kompakt” (Henschel/Bärenreiter, Ann-Christine Mecke, ISBN 978-3-89487-946-4 / ISBN 978-3-7618-2413-9) hat ein Foto von Michiel Dijkemas vielgepriesener Salome Inszenierung (Oper Wuppertal 2015) auf dem Umschlag. Mehr Info auf der Salome-Seite von dieser Website.

BIOGRAPHIE

Der Niederländische Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema studierte Klavier bei Danièle Dechenne an der Hochschule für Musik Amsterdam und bei Alexander Warenberg und Alwin Bär an der Hochschule der Künste Utrecht. Anschließend studierte er Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Er war aktiv als Liedbegleiter und besuchte die Liedklassen von Thom Bollen in Utrecht und Wolfram Rieger in Berlin.

Seit 2006 inszenierte er (Regie und Bühnenbild) unter mehr Debussys Pelléas et Mélisande (Nationale Reiseoper), Bizets Carmen (Eisenach und Meiningen), Glucks Orfeo ed Euridice (Nationale Reiseoper), Monteverdis L’Orfeo (Stockholm), Schönbergs Pierrot Lunaire (Rotterdam), Strauss’ Die Fledermaus (Eisenach, Moskau und Tallinn), Marschners Der Vampyr (Amsterdam), Rossinis Il Turco in Italia (Leipzig), Mozarts Die Zauberflöte (Gelsenkirchen), Rossinis La Cenerentola (Tallinn und Nationale Reiseoper), Humperdincks Hänsel und Gretel (Gelsenkirchen), Rossinis Il Barbiere di Siviglia (Wiesbaden und Antibes), Puccinis Tosca (Leipzig), Thomas’ Hamlet (Zagreb), Gassmanns L’Opera Seria (Hannover), Smetanas Die verkaufte Braut (Wiesbaden), Mascagnis Cavalleria Rusticana und Leoncavallos Pagliacci (Darmstadt), Wagners Der fliegende Holländer (Wiesbaden), Offenbachs Orpheus in der Unterwelt (Kiel), Brittens A Midsummer Night’s Dream (Hannover), Gounods Faust (Leipzig und Bozen), Offenbachs Pariser Leben (Volksoper Wien), Strauss’ Salome (Wuppertal), die Uraufführung von Isidora Žebeljans Nahod Simon (Gelsenkirchen), Lehárs Die Lustige Witwe (Linz), Kálmáns Die Herzogin von Chicago (Koblenz), Mozarts Die Entführung aus dem Serail (Semperoper Dresden), Offenbachs Hoffmanns Erzählungen (Gelsenkirchen), Dvoráks Rusalka (Leipzig), Haydns Il mondo della luna (HfM Berlin), Stephan Peiffers Vom Ende der Unschuld (Internationale Maifestspiele Wiesbaden), Louis Spohrs Faust (Koblenz) und Wagners Der fliegende Holländer (Leipzig).

Michiel Dijkema gewann verschiedene internationale Opernregiepreise: den zweiten Europäischen Opernregie-Preis 2005, den ersten Peter-Konwitschny-Nachwuchsregiepreis für seine Konzeption für Carmen und in 2007 den Eesti Teatrikunsti Muusikalavastuste Award für seine Produktion von La Cenerentola. Dieser Award gilt als wichtigster Estnischer Preis im Bereich Musiktheater. Das Bühnenbild von Il Barbiere di Siviglia wurde 2011 in Berlin mit dem ersten Wizard-Award ausgezeichnet.

Anfang 2018 wurde Michiel Dijkema als Gastprofessor an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin berufen und unterrichtete in diesem Zusammenhang Gesangsstudierende und Musiktheaterregiestudierende.

Michiel Dijkema lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in der Nähe von Amsterdam. Er fuhr mit seinem Fahrrad von Amsterdam u.a. nach Rom, Santiago de Compostela, Venedig, Wien, London, Barcelona und Saintes-Maries-de-la-Mer.

SPIELZEIT 2018-2019

Die Entführung aus dem Serail (Mozart)
Semperoper Dresden
-------
Tosca (Puccini)
Oper Leipzig
-------
A Midsummer Night’s Dream (Britten)
Staatsoper Hannover
-------
Faust (Spohr)
Theater Koblenz
première: 19 January 2019
-------
Der fliegende Holländer (Wagner)
Oper Leipzig
première: 30 March 2019
-------
Rusalka (Dvorák)
Oper Leipzig
-------
Svanda Dudák (Weinberger)
Musiktheater im Revier Gelsenkirchen
première: 15 June 2019

KONTAKT

info@michieldijkema.com

FOTO © Jochen Quast 2017
(während einer Probe für
„Die Entführung aus dem Serail“
an der Semperoper Dresden)