DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

ROMANTISCHE OPER IN DREI AUFZÜGEN VON RICHARD WAGNER


ERSTER AKT

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ZWEITER AKT

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DRITTER AKT

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FOTOS Nr. 1-25 © Lena Obst 2013
FOTOS Nr. 26-28 © HSW 2013


PRODUKTION
 

Hessisches Staatstheater Wiesbaden
Intendant: Manfred Beilharz

Premiere: 7. September 2013

Musikalische Leitung: Zsolt Hamar
Regie / Bühnenbild: Michiel Dijkema
Kostüme: Claudia Damm
Dramaturgie: Karin Dietrich
Licht: Andreas Frank
Video: Gérard Naziri

Daland: Petri Lindroos / Bernd Hofmann
Senta: Maida Hundeling
Erik: Arnold Bezuyen
Mary: Diane Pilcher
Der Steuermann: Markus Francke
Der Holländer: Bastiaan Everink

Chor, Extrachor, Orchester des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden


PRESSESTIMMEN

„ein Theater-Coup [...] atemberaubend“

Satan hat sie umgarnt
Michiel Dijkema führt nicht nur Regie und baut nicht nur Bühnenbilder, sondern kennt sich auch mit Bühnenbild-Psychologie aus. Er weiß: Jede Inszenierung braucht einen Blickfänger, ein Schlüssel- und Verblüffungselement, damit man sie auf den Punkt bringt. [...] ein Theater-Coup, von dem man in Wiesbaden noch lange sprechen wird. Premierengäste taten das zumindest noch auf dem Nachhauseweg: Das sei „3D-Oper“ gewesen, hörte man einen Zuhörer staunen.
In den ersten beiden Akten dieser Saisoneröffnungsproduktion war alles noch quasi zweidimensional: Dijkema stellte die Schiffe der Kapitänskollegen Daland und Holländer als zwei zeitlich getrennte Welten dar. Auf einer modernen Stahlkonstruktion mit Video-visualisierten Wellen segelt der eine, klassisch-historisch kulissengemalt der andere. [...] Doch in so ruhigem Fahrwasser wiegte der Regisseur sein Publikum nur in scheinbarer Sicherheit. Im dritten Akt dann bogen sich die Planken: Das gemalte 2D-Schiff des Holländers wurde plötzlich raumgreifend, schob sich über den Orchestergraben mitten hinein ins Opernhaus. [...] Bei Michiel Dijkema darf man nie vorschnell urteilen.
[...] Aus dem Live-Bild-Video wird irgendwann ein bruchlos vorproduziertes, Sentas Erlösungssprung kann damit überrealistisch theatral geraten. Überhaupt diese Senta: In Wiesbaden ist sie kein entrücktes Lichtwesen, vielmehr eine furiose Teufelsbraut [...] atemberaubend glaubhaft.

Stefan Schickhaus
Frankfurter Rundschau
9. September 2013

„spektakulär [...] überzeugend“

Michiel Dijkema hat sich den Holländer anlässlich des Wagnerjahrs vorgenommen und mit der für ihn charakteristischen Genauigkeit auf die nach eigenen Maßgaben gestaltete Bühne des Staatstheaters Wiesbaden gebracht. Dort bildet Dalands sachlich-moderner Frachter im Eingangsbild einen starken Kontrast zum erzromantischen Holzsegler des Holländers, was durch die Kleidung der Kapitäne und ihrer Besatzungen noch unterstrichen wird.
[...] eine sauber durchgearbeitete Produktion mit einigen spektakulären Bühnenwirkungen samt einer endlich einmal überzeugenden Lösung für Sentas finalen Klippensprung. [...] Das Premierenpublikum ist von der Produktion und dem künstlerischen Niveau gleichwohl mehr als angetan.

Benedikt Stegemann
Frankfurter Allgemeine Zeitung
10. September 2013

„voll fantastischer Kraft“

Geister nehmen Kurs auf die Realität
Das Staatstheater Wiesbaden würdigt Wagner mit einem „Fliegenden Holländer“ voll fantastischer Kraft [...] ein starker Beitrag zum Wagner-Jahr.
Das versetzt selbst eingefleischte Wagnerianer in Erstaunen: Aus der schön drapierten Kulisse bricht unerwartet ein hölzernes Schiff aus dem Bühnenhintergrund und schiebt seinen Bug über den Orchestergraben hinweg bis zum Zuschauerraum. Es belehrt nicht nur die spöttelnden Norweger, die nicht an Gespenster glaubten, eines Besseren, sondern auch die Zuschauer, die den Glauben an solche Wirkungen des Operntheaters längst verloren haben. Was nach einem guten Gag klingt, ist indes am Staatstheater Wiesbaden Teil eines Regiekonzepts, in dem sich Elemente historischer Aufführungspraxis mit solchen modernen Regietheaters zu aussagekräftigen Bildern verbinden. [...] Diese Konfrontation von Jetztzeit und Vergangenheit, Menschenwelt und Geisterreich ist der Rote Faden der Inszenierung, der schließlich zum Wahrwerden des Gespenstischen und Fantastischen führt, verbildlicht in der Realität des Geisterschiffes und der Wirklichkeit der dunklen Ahnungen und Fantasiegebilde Sentas. Die Wirklichkeit ist fantastisch, die Fantasie gewinnt Realität! Dabei nimmt der Regisseur die romantische Konstellation ernst, das Geheimnis bleibt, es wird nicht analytisch durchbuchstabiert und auf rational Nachvollziehbares verengt. Dieses Konzept setzt nicht eine einzige Version der Geschichte in Szene, sondern erzählt gleichsam mit mehreren Stimmen und Bildern, die Spielraum lassen für die Imagination.

Rotraut Fischer
Darmstädter Echo
9. September 2013

„Jubelrufe. Verdientermaßen.“

Finster naht das Ende
Ein Schiff wird kommen – und wie es kommt: Im dritten Aufzug entert es den voll besetzten Saal. Aus der schwarzen Bühnentiefe heraus schiebt sich der mit blutroten Segeln beflaggte Kahn, von wüstem Nebel flankiert, bedrohlich auf den Orchestergraben zu und darüber hinweg, bis der Bug schwankend vor den ersten Reihen der Zuschauer emporragt. Die Endzeitbesatzung [...] giert grimmig und lädt die Kanonen. Dafür gibt es Szenenapplaus. Auch in allen anderen Belangen beweist Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema zum Saisonauftakt der Oper in Wiesbaden ein sicheres Händchen bei seiner Neuinszenierung von Wagners Fliegendem Holländer. [...] Dijkema spielt geschickt mit den Handlungsdimensionen. Zweidimensionalität steht für die Fantasie, Dreidimensionales für Realität – so machen Erzählebenen Spaß. [...]
Das Ende ist bei Dijkema plausibel: Finster strandet diese kurze Liebe. Der Holländer und Senta sterben, ohne romantisch verklärt gen Himmel zu schweben. Lang anhaltender Applaus. Jubelrufe. Verdientermaßen.

Manfred Merz
Gießener Allgemeine
8. September 2013

„Bayreuth, watch and learn.“

Gleich zu Beginn der Oper, als Sentas Vater Daland und seine Besatzung in einer Bucht ankern, rollt ein beeindruckendes, modern aussehendes Schiff herein, begleitet von brechenden Wellen auf einer Projektionsfläche. Das steht im krassen Gegensatz zum Schiff des Holländers, das sehr gekonnt und per Hand auf einer großen Lein/Holz-Wand gemalt ist. Hier sehen wir, was Dijkema anstrebt: ein visueller Unterschied zwischen der Zeit des Holländers – der seit Jahrhunderten dazu verdammt ist, über die Weltmeere zu segeln – und die Gegenwart von Daland und Senta [...]
Sowohl sie als auch das Publikum erkennen, dass der Holländer über den Senta schon immer geträumt hat, die reale Welt betreten hat: Synchron dazu wird das gemalte Porträt auf der Projektionsfläche langsam zu einem bewegten Bild des Holländers selbst.
[...] Dijkema wäre nicht Dijkema, wenn er nicht ein überraschendes Element in seiner Oper geplant hätte. Wer die schwankende Portalöffnung in seinem Barbier von Sevilla aufregend fand, wird seine Holländer-Lösung lieben. Wie es ist, müssen Sie selbst sehen, aber ich kann versprechen, dass 3D-Filme nichts sind, im Vergleich zu dem, was Sie im dritten Akt erwartet. Das Finale ist brillant inszeniert, dramatisch und sehr konzentriert auf die Charaktere, also der Applaus war ohrenbetäubend [...]
Es gibt nur noch eins zu sagen: Holen Sie sich ein Ticket und gehen Sie in diese sensationelle Oper, besonders wenn Sie denken, dass Wagner nichts für Sie ist!

Culture and Arts
8. September 2013

„ein Orkan der Begeisterung“

Holländer überrascht mit großem Geisterschiff
Was man nach der Eröffnung der Opernsaison vermuten muss: Es gibt auf deutschen Bühnen einfach zu wenige Segelschiffe und zu wenige Piraten! Jahrzehnte dünner Regietheater-Suppen haben das Publikum offenbar ausgehungert und ihm elementare musiktheatralische Erfahrungen vorenthalten, die jetzt das Staatstheater bietet [...] „Der fliegende Holländer“ in der Inszenierung von Michiel Dijkema muss sich da als gefundenes Fressen erweisen und sorgt im Großen Haus für einen Orkan der Begeisterung.

Volker Milch
Wiesbadener Kurier / Wiesbadener Tagblatt
9. September 2013

„Einbruch des Mythos in die Moderne“

Doch ach, den Tod, ich fand ihn nicht
Dijkema lässt die drei Bühnenbilder, die er selbst schuf, sich deutlich von einander abheben: Im ersten Akt beherrscht des „Holländers" Geisterschiff mit den blutroten Segeln, der Einbruch des Mythos in die Moderne, die Szene. Im zweiten ist es das Spinnstubenidyll mit den unter Marys Dirigat munter singenden und flott die Rädchen drehenden Mädchen und der Außenseiterin Senta, die ihnen die alte Geschichte des sich nach Erlösung sehnenden Idols erzählt, in die sie sich bis zur Ekstase hineinsteigert. Der dritte Akt, dem der Einzug der im gesamten Saal verteilten, die Sektgläser schwingende Festgäste und die Präsentation des für einige Minuten in den Zuschauerraum segelnden Geisterschiffs voran gehen, schließt an den ersten wieder an und treibt zum Kulminationspunkt [...] Dijkema ließ sein riesiges Geisterschiff mit den blutroten Segeln aus der Tiefe der Bühne herausfahren und über den Orchestergraben und die ersten Stuhlreihen hinweg sich dem Publikum minutenlang fast „bedrohlich" nahe kommen, ehe es langsam in den sicheren Hafen des Staatstheaters zurück segelte. Großer Applaus.

Britta Steiner-Rinneberg
RheinMainTaunus-Onlinemagazin
12. September 2013

„tolle, sehr actionreiche Inszenierung“

Was die heutige Holländer Premiere anbelangt, kann ich einen Besuch nur wärmstens empfehlen. [...] Die Inszenierung von Michiel Dijkema hat das Publikum (und mich) sehr begeistert. Die Personenregie war durchgehend spannend und wirkte durchdacht. Die Inszenierung betont den großen Zeitunterschied zwischen der Welt des seit Jahrhunderten herumirrenden Holländers und der Welt Sentas. Dalands Schiff kommt ziemlich modern daher und ist mit Radar ausgestattet. Es füllt die rechte Bühnenseite, die auch eine Videoprojektion eines stürmischen Meers zeigt. Das Holländerschiff auf der linken Seite hängt als gemalter Prospekt vom Schnürboden und das ebenfalls stürmische Meer ist im Hintergrund als großes Gemälde zu sehen. Entsprechend tritt der Holländer im historischen Kostüm (der im Libretto beschrieben 'spanischen Tracht') auf während Daland und die Mannschaft ziemlich modern gekleidet sind. Beim Chor zu Beginn des dritten Akts sind der große Damen- und Herrenchor im gesamten Zuschauerraum und auf allen Rängen verteilt, was durchaus interessante Klangeffekte mit sich brachte. [...] Beim Erwachen der Holländermannschaft bewegt sich ein riesengroßer Schiffstorso mit roten Segeln ganz aus dem Hintergrund der Bühne immer weiter nach vorne... er macht auch am Orchestergraben nicht halt, sondern bewegt sich über den Dirigenten hinweg, auch über meinen Kopf hinweg (ich saß vorne im Parkett) und machte dann mitten im Zuschauerraum halt und füllte fast den ganzen Saal aus. Das Publikum reagierte auf diesen Knalleffekt spontan mit donnerndem Szenenapplaus. Ich kann mich nicht erinnern, jemals einen so überwältigenden Theatereffekt erlebt zu haben.
[...] Dieser Holländer ist wirklich sehr sehenswert. Eine tolle, sehr actionreiche Inszenierung.

Forum Festspiele
8. September 2013
 

„Wertung: SEHR GUT“

Das Schiff des Holländers mit bluroten Segeln und seine Wellen sind gemalt. Nur im dritten Akt wird die alte Brigg "lebendig", schiebt sich weit in den Zuschauerraum, spontan beklatscht. Auch der Holländer mit seiner Spanischen Tracht scheint einem Gemälde entstiegen [...] Das Publikum ist nach 3 Stunden hellauf begeistert. [...] Wertung: SEHR GUT

Bild
18. September 2013


„wahrhaft phantastisch“

Normalerweise besuche ich die gleiche Produktion nicht mehr als einmal – es sei denn, es ist natürlich wegen einer interessanten oder neuen Besetzung. Meine Rückkehr zur Wiesbadener Produktion von „Der fliegende Holländer“ ist eine dieser seltenen Ausnahmen von der Regel. Als ich vor eineinhalb Jahren die Premiere gesehen habe, war ich sofort mitgerissen, auch weil das Schiff des Holländers im dritten Akt über den Orchestergraben ins Publikum fliegt – wirklich ein Coup de théâtre. [...] die Aufführung war wahrhaft phantastisch.
[...] Es gibt offensichtliche Diskrepanzen zwischen dem modernen Schiff oder die Kleidung von Daland und seiner Mannschaft einerseits und dem altmodischen Aussehen des Holländers und seiner Mannschaft, die aus einem Gemälde von Vermeer gefallen zu sein scheinen, andererseits. Alles in allem ist es eine Produktion, die man extrem gerne sieht. [...] Ich hoffe, dass dies nicht die letzte Aufführung war und die Produktion auch in der Saison 2017-18 gezeigt wird. Und dann würde ich mir sogar überlegen, die Produktion ein drittes Mal zu besuchen. Regeln sind da, um gebrochen zu werden, nicht wahr?

Opernschnipsel
1. Mai 2016

“eine der beliebtesten Inszenierungen im Programm”

Die Produktion „Der fliegende Holländer“ in der Inszenierung von Michiel Dijkema war eine der beliebtesten im Maifestspiel-Programm.

Wiesbadener Kurier
31 . Mai 2016

“Langer, großer Applaus.”

Grandioser Heldentenor als Anti-Held – Michiel Dijkemas „Der fliegende Holländer“ als Maifestspiel-Gala
In Michiel Dijkemas Wiesbadener Inszenierung kommt das düstere Segelschiff uns seit der Premiere vor drei Jahren bedrohlich nahe, fährt im dritten Akt weit auf der Bühne vor, bis es über den Orchestergraben und sogar tief ins Parkett ragt. […] Langer, großer Applaus.

Axel Zibulski
Wiesbadener Kurier
3. Mai 2016