A MIDSUMMER NIGHT’S DREAM
(EIN SOMMERNACHTSTRAUM)

OPER IN DREI AKTEN VON BENJAMIN BRITTEN


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FOTOS © Thomas M. Jauk 2014


PRODUKTION
 

Staatsoper Hannover
Intendant: Dr. Michael Klügl

Premiere: 29. März 2014

Musikalische Leitung: Karen Kamensek
Regie: Michiel Dijkema
Bühnenbild: Florian Parbs
Kostüme: Claudia Damm
Licht: Elana Siberski
Dramaturgie: Klaus Angermann

Oberon: William Towers
Tytania: Heather Engebretson
Puck: Jami Reid-Quarrell
Theseus: Per Bach Nissen
Hippolyta: Julie-Marie Sundal
Lysander: Sung-Keun Park
Demetrius: Christopher Tonkin
Hermia: Hanna Larissa Naujoks
Helena: Rebecca Davis
Bottom: Frank Schneiders
Quince: Daniel Eggert
Flute: Edward Mout
Snug: Michael Dries
Snout: Michael Chacewicz
Starveling: Francis Bouyer
Cobweb: Dialekti Kampakou
Mustardseed: Rebecca Wiemers
Moth: Diana Piticas
Peaseblossom: Hye Jin Eun

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Kinderchor und Statisterie der Staatsoper Hannover


PRESSESTIMMEN

„eindrucksvoll [...] zum Schreien komisch“

„Trash und Traum
Benjamin Brittens „Sommernachtstraum“ erlebt an der Oper Hannover eine eindrucksvolle Premiere – und schwebt dabei zwischen Satire und Komödie.
Am Ende geht die Welt der Menschen in Flammen auf. […] War das alles nur ein Traum, was da im Verlauf von fast drei Stunden vorübergezogen ist? […] Was ist möglich, wenn die Grenzen zwischen Wunsch und Wirklichkeit im Zwielicht des Traums verwischen? Was für Begierden, was für verbotene Gelüste leben wir in unserem Unbewussten aus? Was für Abgründe tauchen auf? Fragen kann man sich aber auch: Wie sehen eigentlich heutige Traumbilder aus? Regisseur Michiel Dijkema hat in seiner hannoverschen Inszenierung vor allem darauf eindrucksvolle Antworten gefunden
[…] eine kraftvolle, vor Einfällen überbordende Bildersprache. […] eine manchmal quietschbunte, dann wieder triviale, aber immer äußerst originelle Welt. […] Trash und Traum bilden hier keinen Gegensatz, sondern fügen sich wie Puzzleteile in ein äußerst eigenwilliges Gesamtbild ein. […]
Wie eine groteske Auslegung Freud’scher Traumlehre wirkt das. Das Bühnenbild zeigt, auf welch surreale Weise die Welt Spuren in unserem Unbewussten hinterlässt. Das faszinierendste Beispiel dafür, mit welcher Leichtigkeit wir im Traum Widersprüchliches verbinden, ist in Dijkemas Inszenierung der Kobold
[…] Ist es Kunst als Klamauk oder Klamauk als Kunst? […] Egal, es ist zum Schreien komisch! […] Langer, ausdauernder Applaus.“

Jutta Rinas
Hannoversche Allgemeine Zeitung
31. März 2014

„ein Rießenspaß [...] alles stimmt“

„Toller Sommernachtstraum in der Oper
[…] Was das für einen Riesenspaß das machen kann, zeigt die Staatsoper in ihrem aktuellen Sommernachtstraum – in dem einfach alles stimmt […] Das sah das Publikum auch so, der Premierenjubel war heftig und lang. Und es war zu Recht kein einziges Buh herauszuhören, als das junge Regieteam auf die Bühne kam. Drei Stunden Dauer und trotzdem überaus kurzweilig […]
Regisseur Michiel Dijkema konzentriert sich auf vergleichsweise wenige, dafür umso plastischere Bilder. Zuerst ist man ein wenig erschrocken, leere Bühne, ein Paar Gerüststangen. Aber nach der kurzen Ouvertüre gehts los mit dem ganzen Zauber.
[…] Hier ist was los. […] Das Publikum ist nicht nur hier hörbar amüsiert. […] zehn Minuten Applaus *****“

Henning Queren
Neue Presse
31. März 2014

„absolut fantastisch“

„Hier findet das abstruse Verwirrspiel um Liebe und Begehren in einer Sommernacht zwischen Traum und Wirklichkeit statt. […] Auf der Suche nach ihrer Realität erscheint bei Regisseur Michiel Dijkema der Wald den Figuren als Durchgangsort […] Dijkema bringt diese verschiedenen Ebenen gleichwertig und ganz wunderbar bilderreich und farbenfroh auf die Bühne. […] viel Humor, Energie und Fantasie […]
Erst der tosende Schlussapplaus holt alle ins Hier und Jetzt wieder – eine absolut fantastische Aufführung.*****“

Agnes Beckmann
Opernnetz
2. April 2014

„Bühnenzauberer Michiel Dijkema […] schlüssige Personenführung“

„[…] Regisseur Michiel Dijkema hat an diesem Hause schon mit seiner bildmächtigen Inszenierung von Florian Leopold Gassmanns L’opera seria gezeigt, dass er als Bühnenzauberer ein paar wirkungsvolle Tricks auf Lager hat. [...] der Wald wirkt immer bizarrer, dank Michiel Dijkemas schlüssige Personenführung, verliert man dennoch nicht den Überblick. Nicht einmal bei den Liebesverwirrungen [...]
Natürlich räumen die Handwerker ab […] Regisseur Dijkema testet geschickt die Grenzen zur Klamotte.
[…] langer, einhelliger Beifall. Diese Midsummer Night war eine gute Nacht.“

Rainer Wagner
Opernwelt
Ausgabe Mai 2014

„Tiefenpsychologie und Klamauk“

„Für das nächtliche Verwirrspiel Benjamin Brittens eine adäquate Bildsprache zu finden, ist schwierig bis unmöglich. […] Dijkema entwickelte diese Welten dabei immer konsequent und auf der zunächst leeren Bühne, wo zum Schluss auch alles endete, als sämtliche Symbole in Flammen aufgingen. Nichts war hier so, wie es schien, und alles veränderte sich stetig, auch wenn sich zum Schluss scheinbar die Paare des Anfangs wiedergefunden hatten.
Mit dem niederländischen Regisseur hatte Hannovers Intendant Michael Klügl schon 2012 mit Florian Leopold Gassmanns L’Opera seria einen Überraschungscoup in Herrenhausen gelandet. Insofern war Dijkema zumindest an der Leine kein Geheimtipp mehr. Tiefenpsychologie und Klamauk wurden von ihm virtuos durcheinander gewirbelt, was den Duktus des Stückes genau aufnahm. Wunderbar gelang auch die Hommage an das Theater der Shakespeare-Zeit, in dem ein paar Hinweise oder spärliche Versatzstücke genügt hatten, um eine ganze Szene zu beschreiben. Auf der anderen Seite gönnte der Regisseur dem Publikum aber schon fast dekadente optische Opulenz, schaffte er es immer wieder, die Zuschauer wie Kinder im Kasperltheater gebannt auf die Bühne starren zu lassen, weil nie voraussehbar war, was dort als nächstes passieren würde.
[…] szenisch mit unverwechselbarem Charme […] eine tollen Gesamtleistung, die zu Recht den ungeteilten Jubel des Publikums fand.“

S. Mauß
Das Opernglas
29. März 2014

„wunderschön […] starke Premiere“

„Vibrierender Gegenentwurf
[…] alles um eine vibrierende Drehung höher geschraubt. Und die Welt nicht nur ein bisschen aus den Fugen. Michiel Dijkema hat diesen etwas anderen Traum einer Mittsommernacht am Samstagabend in Hannovers Staatsoper als „Wonderland“ inszeniert […]
Nackte Bühne, wie zufällig durch die Seile der Züge zur linearen Grafik verwandelt – karg, kühl und technisch. […] Wunderschön die Verwandlung, wenn die Züge zu den Streicher-Glissandi, die mit ihren Abwärtsbewegungen immer auch Morast und Moor suggerieren – langsam hochgezogen werden und aus dem Untergrund grün sprießt, sich wuchernd hochrankt und im Hintergrund die Elfen, Kobolde und Gnome wie kleine dickbäuchige Frösche sichtbar werden. Da wohnt durchaus ein Zauber inne. […] Alles, was im Stück herumgeschleppt oder geschoben wird, ist vergrößert ins Bild gehängt. Das Auge ist permanent beschäftigt.
[…] starke Premiere“

Richard Peter
Deister- und Weserzeitung / Tageszeitung
1. April 2014

„Was für ein Spaß!“

„Er ist wahrhaft ein Traum, der Sommernachtstraum an der Staatsoper Hannover. Am vergangenen Samstag war Premiere und auch Tage später schwingen die Bilder und Klänge, dieser Zauberwelt noch nach. Dabei fängt alles so ernüchternd an. Die Zuschauer erwarten auf offener Bühne Seile, Kabel, Lampen, was soll das werden? Doch sobald mit geheimnisvollen Glissandi die Musik einsetzt, entschweben diese Dinge aus der realen Welt und aus dem Boden wächst ein Wald, bevölkert von Elfenwesen.
[…] Was für ein Spaß! […] Der niederländische Regisseur Michiel Dijkema macht aus ihnen einen Bauarbeitertrupp, der mit seinem Dilettantismus und Einfallsreichtum, die Zuschauer aufs köstlichste amüsiert. […] was es in dieser außergewöhnlichen Inszenierung alles zu sehen und zu staunen gibt“

Eveline Petzoldt
NDR Kulturspiegel
1. April 2014

„konsequent […] urkomisch“

„[…] Diesem Ansatz, die Auseinandersetzungen des Elfenpaars, die Liebeswirren der jungen Leute und die deftigen Sprüche der Arbeiter niemals durch irgendwelche kitschige Märchenromantik zu übertünchen, folgte Michiel Dijkema in der hannoverschen Neuinszenierung konsequent.
[…] wirklich urkomischen Theateraufführung der Arbeiter […] Lang anhaltender, begeisterter Applaus belohnte alle Mitwirkenden eines anregenden Opernabends.“

Gerhard Eckels
Der Opernfreund
2. April 2014

„akribische Personenregie [...] tolle Inszenierung“

[…] Umso begeisterter der rhythmisch skandierende Applaus am Ende! Meiner Meinung nach galt der Beifall vor allem der Regie. Michiel Dijkema, der schon mit Opera Seria einen großen Coup gelandet hat, baut in atemberaubendem Tempo den Wald aus dem Nichts auf, bespielt ihn so intensiv, dass sich immer mehr monströs vergrößerte Hinterlassenschaften der Irrenden ansammeln, und schafft im Hui die Athener Säulenhalle herbei.
[…] Großartig spielfreudig sind die Jungs, und durch eine akribische Personenregie hervorragend geführt. […] Fazit: Tolle Inszenierung eines zu Unrecht vernachlässigten Stücks. Reingehen!

Capriccio Kulturforum
28. April 2014

„Pep, ohne die verführerische Poesie zu vernachlässigen“

„Der Traum muss erst gemacht werden: Brittens Oper beginnt in Hannover auf leerer Bühne, bis zu den ersten leisen Klängen im nebligen Hintergrund Pflanzen aus dem Boden wachsen und sich eine Schar dickbäuchiger Zwerge langsam nach vorn bewegt, die jeder einen Baum im Blumentopf tragen. So entsteht Shakespeares vielfältig belebter Wald […] Weil alle Mitwirkenden immer ein typisches Requisit auf der Bühne zurücklassen, das dann überdimensional noch mal einschwebt, ist bald die ganze Natur vollgerümpelt vom Zivilisationsmüll. Man stolpert über Bauabsperrungen, goldene Säulen fahren aus dem Boden auf, oder eine gelbe Riesenkanarie fällt vom Himmel. So ist ständig was los in Michiel Dijkemas Inszenierung […] die optische Aufbereitung sorgt für Pep, ohne die verführerische Poesie zu vernachlässigen.“

Andreas Berger
Braunschweiger Zeitung
6. April 2014

„gleichermaßen ernst genommen wie ironisch gebrochen“

„Das überzeugende Dirigat […] ergänzte sich gut mit der Inszenierung von Michiel Dijkema, die ganz darauf angelegt war, den Sommernachtstraum als zeitloses Seelenverwirrspiel zu vermitteln. Die Figuren wurden gleichermaßen ernst genommen wie ironisch gebrochen, wodurch sie ihre Bühnenpoesie behielten. Außerordentlich virtuos […] eine starke Aufführung.“

Reinald Hanke
Cellesche Zeitung
6. April 2014


„eine der besten Produktionen“

„GMD Karen Kamensek verlässt die Staatsoper Hannover […] Eine der musikalisch und inszenatorisch besten Produktionen ihrer Amtszeit war im März 2014 Benjamin Brittens „Ein Sommernachtstraum“: eine märchenhaft-verspielte Inszenierung von Michiel Dijkema, die sich wunderbar mit Kamenseks klangfarbenreichem Dirigat vereinte.“

Agnieszka Zagozdzon
Deutschlandfunk
14. Juni 2016