IL GIASONE
DRAMA MUSICALE VON FRANCESCO CAVALLI
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FOTOS © Thilo Beu 2025
PRODUKTION
Theater Münster
Generalintendantin: Katharina Kost-Tolmein
Premiere: 31. Mai 2025
Musikalische Leitung: Clemens Flick
Regie / Bühnenbild: Michiel Dijkema
Kostüme: Mariangela Mazzeo
Licht: Jörg Schwarzer
Dramaturgie: Ana Edroso Stroebe
Sole: Ludwig Obst
Amore: Dora Pavlíková
Giove: Kihoon Yoo
Giasone: Benjamin Lyko
Ercole: Gregor Dalal
Besso: Kihoon Yoo
Isifile: Robyn Allegra Parton
Oreste: Oscar Marin-Reyes
Alinda: Dora Pavlíková
Medea: Wioletta Hebrowska
Delfa: Fritz Spengler
Egeo: Youn-Seong Shim
Demo: Ludwig Obst
Sinfonieorchester Münster
Opernchor des Theaters Münster
Statisterie des Theaters Münster
PRESSESTIMMEN
„Selten wurde bei einer Opernpremiere so viel gelacht.“
„Und wie geht das städtische Theater mit der selten gespielten Oper „Il Giasone“ von Francesco Cavalli um? Die kurze Antwort: bloß nicht zu ernst, dafür ziemlich spektakulär. Die Triggerwarnung, die das Theater vorher wegen der gewaltigen Spinne gegeben hat, ist durchaus angebracht. Das Monstrum, das Jason besiegen muss, um an das zauberkräftige Widderfell zu gelangen, schwingt seine Beine bis in die ersten Publikumsreihen. Überhaupt strotzt die Inszenierung des Niederländers Michiel Dijkema vor barocker Überwältigungsästhetik. […] Bei aller Bildgewalt kommt der Humor aber nicht zu kurz – im Gegenteil. Selten wurde bei einer Opernpremiere so viel gelacht. […] Der Jubel bricht schon aus, bevor die eigentlichen Schlussakkorde erklingen. Das Ensemble muss das Publikum kurz bändigen, damit diese nicht ungehört verklingen – kommt auch nicht alle Tage vor. „Und Schluss!“: Jetzt gibt es wirklich kein Halten mehr.“
Robin Gerke
Westfälische Nachrichten
Münstersche Zeitung
1. Juni 2025
„fulminant, bunt, kurzweilig“
„Das war gestern Abend mal eine ganz andere Operninszenierung in Münsters Großem Haus. Mit Il Giasone unter der Regie von Michiel Dijkema und unter musikalischer Leitung von Clemens Flick lies sich das Ensemble zurecht feiern. […] Eine fulminante, bunte, kurzweilige Inszenierung“
Burkard Knöpker
Erlesenes Münster
1. Juni 2025
„in jeder Hinsicht herausragend“
„eine in jeder Hinsicht herausragende Inszenierung […] Mit Cavalli hat man einen Blick auf die Ursprünge der populären Gattung der Oper. Michiel Dijkemas Inszenierung gelingt dabei nicht nur, dem 400 Jahre alten Werk gerecht zu werden, mit seiner wirkungsgerechten Aufbereitung entführt sie zugleich in überwältigendes Gesamtkonzept. In jedem der 22 Bilder kommen Ausdrucksfreude, Humor und Leidenschaft der Oper unmittelbar zur Geltung. All dies sprudelt nur so in seiner bunten, fantasie- und humorvollen Gestaltung, seiner poetischen Bildsprache […] Völlig zu Recht ist diese Inszenierung daher mit größter Begeisterung des Premierenpublikums aufgenommen worden.“
Jonathan Rochol
Die Glocke
3. Juni 2025
„Michiel Dijkema greift kongenial die barocke Tradition des großen Bühnenzaubers und unterhaltsamen Volkstheaters auf“
„Dass Regisseur Michiel Dijkema auch Bühnenbildner mit wunderbar blühender Fantasie ist, noch dazu ein Pianist und Liedbegleiter, machte die Produktion von Cavallis Giasone in Münster zu einem szenisch unterhaltsamen, musikalischen und visuellen Vergnügen […] Sollte man meinen, dass viele und schnelle Szenenwechsel bei 22 Bildern und immerhin 13 solistischen Rollen ein Problem wären, so staunte man in Münster nicht schlecht, wie virtuos Michel Dijkema Cavallis opulentes Opernspektakel handhabte. […] Am Theater Münster greift Regisseur Michiel Dijkema kongenial die barocke Tradition des großen Bühnenzaubers und unterhaltsamen Volkstheaters auf. Da wird turbulent interagiert, Aktion folgt auf Aktion, Langeweile kommt nicht auf.“
Elisabeth Richter
Deutschlandfunk / Musikjournal
2. Juni 2025
„Michiel Dijkema nimmt den hohen Unterhaltungswert äußerst ernst“
„Michiel Dijkema nimmt den hohen Unterhaltungswert, den das Werk für das damalige Publikum haben sollte, äußerst ernst und baut den freien Umgang mit dem mythologischen Stoff noch aus. So ist der Hüter des Goldenen Vlies kein Drache sondern eine riesige Spinne, die eindrucksvoll über die Bühne bewegt wird und mit ihren riesigen Spinnenbeinen sogar über den Orchestergraben fast bis in die erste Reihe des Publikums reicht. […] Das alles wird in einer ausgeklügelten Personenregie mit einem absolut spielfreudigen Ensemble humorvoll und kurzweilig umgesetzt […] Es gibt für alle Beteiligten großen Jubel und stehende Ovationen.“
Thomas Molke
OMM / Online Musik Magazin
1. Juni 2025
„Ein echter coup de théâtre.“
„Alles dies flicht Dijkema staunenswert behend und flink in die für das Uraufführungsjahr 1649 höchst avancierte Dramaturgie des Werks. Fallweise bis zur Ununterscheidbarkeit wirken darin Elemente aus Trauer- und Lustspiel zusammen. Nie sind die Zentralfiguren gänzlich ernst zu nehmen, doch keineswegs gibt Dijkema sie völlig der Lächerlichkeit preis. […] Dijkemas Bühne ist die pure Augenweide. Raffinierte Lichtstimmungen tauchen die Spielfläche in fallweise barocke Farbenpracht, dramatisches Helldunkel oder während der Beschwörung unterweltlicher Geister einen Feuerzauber, wie es darauf spezialisierte Maler des Goldenen Zeitalters in den Niederlanden hielten. Zur Andeutung des jeweiligen Schauplatzes genügen meist wenige Versatzstücke. Das Wächter-Monster des Goldenen Vlieses indessen ist eine Riesenspinne, deren Beine von der Rampe bis auf die Brüstung des Orchestergrabens übergreifen. Ein echter coup de théâtre. Für die Argo kreuzt Dijkema einen altgriechischen Segler mit einem Schlauchboot.“
Concerti
Michael Kaminski
2. Juni 2025