LA TRAVIATA
OPER IN DREI AKTEN VON GIUSEPPE VERDI
ERSTER AKT
ZWEITER AKT
DRITTER AKT
Fotos © Matthias Stutte 2024
PRODUKTION
Theater Krefeld und Mönchengladbach
Intendant: Michael Grosse
Operndirektor: Andreas Wendholz
Premiere: 15. September 2024
Musikalische Leitung: GMD Mihkel Kütson
Regie und Bühnenbild: Michiel Dijkema
Kostüme: Tatjana Ivschina
Dramaturgie: Andreas Wendholz
Licht: Susann Förster
Chor: Michael Preiser
Violetta Valéry: Sophie Witte / Sofia Poulopoulou
Alfredo Germont: Woongyi Lee
Giorgio Germont: Johannes Schwärsky
Flora Bervoix: Eva Maria Günschmann / Bettina Schaeffer
Annina: Anne Heßling / Lisa Kaltenmeier-Kahraman
Baron Douphol: Rafael Bruck / Jeconiah Retulla
Marquis d’Obigny: Hayk Deinyan / Gereon Grundmann
Gaston: Arthur Meunier / Ramón Mundin
Dr. Grenvil: Matthias Wippich
Niederrheinische Sinfoniker
Opernchor vom Theater Krefeld und Mönchengladbach
Statisterie vom Theater Krefeld und Mönchengladbach
PRESSESTIMMEN
„ein bewegend düsteres Ende“
„Michiel Dijkema findet für La traviata ein bewegend düsteres Ende […] Gelungener Saisonauftakt in Mönchengladbach: Eine schön anzusehende, szenisch schlüssige und am Ende anrührende Traviata […] ein beeindruckendes Rollenporträt. Die Gesellschaft, in der sie sich bewegt, zeigt Dijkema als stark sexualisiert […] Da schimmern dann doch Parallelen zur Gegenwart durch, wie überhaupt der wohltuend klare ‘historische’ Ansatz in seiner Reduktion keineswegs museal wirkt.“
OMM
Stefan Schmöe
16. September 2024
„eine ganz packende erhellende Produktion“
„Die Premiere zeigt die Stärken einer künstlerisch überzeugenden Inszenierung. Das wurde etwa in der prägnanten Vitalität der Feste im ersten und dritten Bild deutlich. Oder, als Gegensatz, im dritten Akt, im quälend langsamen Sterbeprozess der Hauptdarstellerin, im grauschwarzen Bereich der Vorderbühne, der ihr alleine gehört […] ein aussagestarkes Abbild von personaler und gesellschaftlicher Zerbrechlichkeit, von Biedersinn, Widersprüchlichkeit, Wohlanständigkeit, Intoleranz, nicht verständlicher Moralität der Pariser Halbwelt. […] eine ganz packende erhellende Produktion”
Rheinische Post
Helmut Klösges
16. September 2024
„authentisch, emotional und dabei in keinem Moment museal“
„Eine wahrhaft überragende Traviata […] Die Inszenierung braucht den Vergleich nicht zu scheuen […] vom Publikum im voll besetzten Zuschauerraum frenetisch mit stehenden Ovationen zurecht gefeiert […] Diese Traviata stirbt ganz allein. Das schmerzt noch mehr als sonst. Vielleicht ist deshalb diese Inszenierung auch so kraftvoll. Solches Musiktheater vermag harmonisch die Brücke zwischen Gestern und Heute zu spannen, ist authentisch, emotional und dabei in keinem Moment museal. Bravo!“
Westdeutsche Zeitung
Christian Oscar Gazsi Laki
6. Oktober 2025
„so gut inszeniert, dass man sich diese Inszenierung gerne auch mehrfach anschaut“
„Es überrascht positiv, dass der Krefelder Theatersaal an einem Tag, an dem kein Abotermin angesetzt ist, bis auf wenige Randplätze komplett gefüllt ist. Hierzu hat sicherlich auch die gelungene Inszenierung von Michiel Dijkema beigetragen […] der dritte Akt ist ein besonderes Highlight der Inszenierung. Während draußen der Pariser Karneval tobt, nimmt Violetta Abschied vom Leben und sehnt sich, von Fieberträumen geplagt, ihren Geliebten Alfredo herbei. Wie sie am Ende völlig allein stirbt, ohne ihren Alfredo noch einmal sehen zu können, ist von Michiel Dijkema so gut inszeniert, dass man sich diese Inszenierung gerne auch mehrfach anschaut. […] Allen Opernfreunden, die diese Produktion noch nicht gesehen haben, sei ein Besuch erneut ans Herz gelegt.“
Der Opernfreund
Markus Lamers
13. November 2025
„dramatische Auseinandersetzung mit dem Tod“
„Mit La Traviata gab der niederländische Regisseur Michiel Dijkema sein Regiedebüt am Theater Krefeld und Mönchengladbach und inszenierte zugleich erstmals eine Oper von Giuseppe Verdi. […] Michiel Dijkema ist ein Regisseur ansprechender Opernproduktionen. Er möchte die Werke weder verändern noch dekonstruieren, sondern erzählen und berühren. Und genau das gelingt seiner Inszenierung von La Traviata. […] Das Bühnenbild seiner La Traviata entwarf Dijkema erneut selbst. Ein riesiger, gebrochener, quadratischer und nach vorn geneigter Spiegel beherrscht in allen Akten das Bühnenbild. Der Riss kann als Zeichen der Zerbrechlichkeit verstanden werden. […] Im Mittelpunkt der Inszenierung steht Violetta, und die griechische Sopranistin Sofia Poulopoulou beeindruckt in der Titelrolle. Zweieinhalb Stunden steht sie nahezu ununterbrochen auf der Bühne und gestaltet alle Facetten der Partie mit voller stimmlicher Präsenz: das energiegeladene, berauschende Spiel des ersten Aktes, das leidenschaftliche und vokal lyrische Festhalten an der wahren Liebe und ihr Loslassen im zweiten Akt sowie die mal verletzliche, mal dramatische Auseinandersetzung mit dem Tod im letzten Akt. Wir sehen, hören und fühlen, wie wahrhaftig Violettas Liebe ist und wie sie dem Tod begegnet. Sofia Poulopoulou gestaltet Leben, Liebe und Leiden der Violetta fesselnd und zutiefst nachvollziehbar. […] Eine wunderschöne La Traviata. Eine großartige Leistung des Theaters Krefeld und Mönchengladbach!“
Opera Nederland
Nomen Nescio
7. Oktober 2025
„emotionale Tiefe […] psychologisch sehr durchdacht“
„Emotionale Tiefe […] Dijkemas Inszenierung wirkt spartanisch, ist aber psychologisch sehr durchdacht und besticht am Ende durch eine ebenso simple wie wirksame Idee. […] Die Bühne wird durch einen großen Spiegel an der Rückseite dominiert, der mehrfach gebrochen ist – ein Sinnbild für die brüchige Realität, in der Violetta sich bewegt. Den finalen dritten Akt stemmt sie fast Alleingang auf der Bühne. Dijkema lässt Violetta ihr Leben vor dem Vorhang aushauchen. Dahinter flackert nur kurz eine karnevaleske Szene auf. Auch ihr Liebhaber Alfredo und sein Vater bleiben, allerdings unsichtbar, hinter dem Vorhang verborgen. Dijkema lässt ihre vermeintliche Rückkehr damit zum Fiebertraum einer sterbenden Kurtisane werden, ein überraschender, aber nicht unplausibler Schachzug. […] eine Inszenierung, die das Drama der Geschichte mit sparsamen aber bedeutsamen Akzenten herausarbeitet.“
Oper! Magazin / Oper! Kurzkritik
Guido Krawinkel
6. Oktober 2025
RP THEATER PRIZE 2026
Michiel Dijkema wurde für seine Inszenierung von La traviata am Theater Krefeld und Mönchengladbach mit dem Rheinische Post Theaterpreis 2026 in der Kategorie Musiktheater ausgezeichnet.
Foto: Fabian Kamp 2026