RUSALKA

LYRISCHES MÄRCHEN IN DREI AKTEN VON ANTONÍN DVORÁK


ERSTER AKT
 

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ZWEITER AKT

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DRITTER AKT

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FOTOS © Kirsten Nijhof 2017 / © Daniel Koch 2017


PRODUKTION
 


Oper Leipzig
Intendant: Prof. Ulf Schirmer
Premiere: 3. Dezember 2017

Musikalische Leitung: Christoph Gedschold
Inszenierung / Bühnenbild: Michiel Dijkema
Kostüme: Jula Reindell
Licht: Michael Fischer
Dramaturgie: Nele Winter

Prinz: Peter Wedd
Fremde Fürstin: Kathrin Göring
Rusalka: Olena Tokar
Wassermann: Tuomas Pursio / Vladimir Baykov
Ježibaba: Karin Lovelius
Heger: Jonathan Michie
Küchenjunge: Mirjam Neururer
Jäger: Patrick Vogel / Dan Karlström
Erste Waldelfe: Magdalena Hinterdobler
Zweite Waldelfe: Sandra Maxheimer
Dritte Waldelfe: Sandra Fechner

Opernchor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester Leipzig
Komparserie der Oper Leipzig


PRESSESTIMMEN

„Ein großes Theaterbild, mit dem der Regisseur Michiel Dijkema die Oper beschließt. Es rührt zu Tränen in seiner Traurigkeit.“

[…] Für diesen Traum ist Rusalka bereit, alles zu zahlen. Und bei Rechnungsstellung am Ende zeigt sich, dass sie auch alles zahlen muss. Ihr Prinz ist tot, sie selbst hat als Gespenst keine Aussicht auf irgendeine Form von Erlösung, nicht einmal im Tod. Der hat immerhin den Prinzen geholt und von seinen Gewissensqualen befreit, weswegen Rusalka nun bis ans Ende aller Tage an (oder auf) seinem längst verwesten Körper Wache hält.
Ein großes Theaterbild, mit dem der Regisseur Michiel Dijkema die Oper beschließt. Es rührt zu Tränen in seiner Traurigkeit, die den letzten verhauchenden Des-Dur-Akkord noch überdauert. […] Es gibt viele große Bilder an diesem Premierenabend. Dijkema, der auch die Bühne schuf, hat mit Hilfe der Licht-Zaubereien Michael Fischers eine dunstige Seen-Landschaft ausgebreitet, darüber einen Mond aufgehängt – und lässt diese Welt der Natur für sich stehen. So sieht jeder sofort: Menschen haben hier nichts verloren, und wenn sie einbrechen in diese Welt, sei es als Jäger, als Festgesellschaft oder als Verliebte, dann richten sie nichts als Schaden an. Die Fabelwesen dagegen, mit denen Kostümbildnerin Jula Reindell diese Landschaft bevölkert, fügen sich prächtig zwischen die Nebelschwaden. Die drallen vergnügten Waldelfen, von Dvorák als Anti-Rheintöchter gezeichnet, der würdevolle Wassermann mit seinem Fischleib, seine entzückende Tochter Rusalka – selbst die grellbunte Hexe Ježibaba, die auf ihrer (auch mechanisch) eindrucksvolle Hütte mit Hühnerbeinen durch die Gegend reitet, finden ihr ganz natürliches Biotop. […] Die szenische Üppigkeit dieses Märchens-Bilderbogens wird ebenso dazu beitragen, dass diese „Rusalka“ ein Renner wird im Spielplan der Oper Leipzig. Daran lässt auch der Premieren-Jubel keinen Zweifel zu

Peter Korfmacher
Leipziger Volkszeitung (LVZ)
5. Dezember 2017

„die Inszenierung ist Weltklasse […] und wird Operngeschichte schreiben“

„Rusalka“-Triumph an der Oper
Die Inszenierung ist Weltklasse! […] Phantastisch, immens traurig – und so muss es sein. Nach 47 Jahren hat Leipzig endlich wieder eine „Rusalka“ – und die wird, wenn denn die Hexenkunst noch wirkt, Operngeschichte schreiben.

Wolf-Dieter Kröning
Bild Zeitung
4. Dezember 2017

„Ein Hexenhaus, das auf zwei Hühnerbeinen steht. Und geht. Und sich sogar aufrichten kann, dass den Zuschauern im Saal vor Entzücken das Programmheft vom Schoss fällt.“

So viel Mond gibt es selten auf der Opernbühne! Aber wenn er schon so inniglich von Rusalka angesungen wird, dann darf er auch groß und funkelnd dicht überm Horizont vorüberziehen und leuchten. Kann sein, dass es Charon persönlich ist, der ihn da auf seinem Kahn befördert. Ein Pluto-Mond ist sogar nach dem mythischen Fährmann benannt. […]
Und wenn schon in diesem Märchen über die Nymphe, die sich in einen Prinzen verliebt, der aufs blondgelockte Langhaar unter der gezackten Krone für alle Tage genauso aussieht, wie er im Märchenbuche steht, eine leibhaftige Hexe vorkommt, dann darf auch Ježibaba so aussehen, als würde sie den ganzen Tag nur entlaufene Kinder fettfüttern, braten und verspeisen. Und in einem Hexenhaus wohnen, das auf zwei Hühnerbeinen steht. Und geht. Und sich sogar aufrichten kann, dass den kleineren und größeren märchengeschulten Zuschauern im Saal vor Entzücken das Programmheft vom Schoss fällt, weil das allesamt aus dem russischen Märchen von der Hexe Baba Jaga kennen. Es ist eine Klasse für sich, was die Leipziger Techniker da für den Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema als Behausung für seine Ježibaba gebaut haben! Dazu kommt auch das, was Jula Reindell bei den Kostümen an Amphibischem bereithält. […] Die Geschichte beginnt nebelumwabert und naturatmosphärisch an einem Gewässer im Irgendwo. Aus der holprig kahlen Uferlandschaft mit ihren Mini-Geysiren tauchen plötzlich drei merkwürdige Wesen auf. […] Rosig mit riesigen Hängebrüsten, Schweineschnäuzchen und spitzen Ohren. Die Wirklichkeit von heute, wie der metzgernde Heger und sein Küchenjunge in ihrem tschechischen Kleinbus oder die aufgeregten Arrangeure des Festes auf dem Schoss, die mit Mikro und Equipment herumrennen, klopft immer mal in dieser Märchenlandschaft an und versucht einzubrechen. Sie hat aber letztlich keine Chance. So wenig wie Rusalka bei den Menschen. An denen kein gutes Haar gelassen wird. Wie auch, bei so einem Luder von fremder Fürstin. […]
Das Loriot-Bonmot, dass Männer und Frauen nicht zusammenpassen, gilt offenbar noch mehr für Nymphen und Menschen. Dabei belässt es Dijkema im Grunde. Er hat die Geschichte gradlinig als Märchen erzählt. Hatte Stefan Herheim vor ein paar Jahren in Dresden (und vorher in Brüssel) hemmungslos seiner Lust zur Assoziation und Übertragung der Geschichte in die urbane, naturferne Gegenwart und den Blick in ein psychologierendes Voraus gefrönt, so zelebriert Dijkema mit ebensolcher Lust den Blick zurück. Ins Märchenhafte, Naturmächtige, nicht begreifbare Andere.

Joachim Lange
Neue Musikzeitung (NMZ)
5. Dezember 2017

„Dijkema erzählt das Märchen stringent, nachvollziehbar und mit einer genau der Musik abgehörten Personenführung und Charakterzeichnung“

[…] Diesem mystischen Fluss trägt auch die Inszenierung durch Michiel Dijkema (Regie und Bühne) Rechnung, welche das Märchen schlackenlos und […] atmosphärisch stimmig erzählt und der Intelligenz des Zuschauers und der Zuschauerin das Entschlüsseln der Parabel, das Erkennen der Metaphern überlässt. Nur schon die Gestaltung der Bühne ist ein Erlebnis: In der Mitte ein großer Teich, umgeben von einer Moorlandschaft. Viel Himmel, wunderbar stimmig ausgeleuchtet […], ein Hexenhaus auf gigantischen Hühnerfüßen (der Regisseur hat sich mit den Quellen rund um Baba Jaga intensiv befasst), ein Mond, der aus lauter Leuchtdioden zusammengesetzt ist, mal märchenhaft pinkfarben strahlt, dann wieder wie die Liebe Rusalkas zum Prinzen auf- und verglüht. Die Festgesellschaft im zweiten Akt fährt mit Schwimmwesten ausstaffiert in einem Floß über den Teich, für des Prinzen Jagdtruppe steht ein mit Suchscheinwerfern ausgestattetes Geländefahrzeug zur Verfügung, der Heger transportiert das erlegte Wild in einem Kleintransporter. Innerhalb dieses Settings nun erzählt Dijkema das Märchen stringent, nachvollziehbar und mit einer genau der Musik abgehörten Personenführung und Charakterzeichnung. Fantastisch der Einfall, die Fremde Fürstin am Ende des zweiten Aktes als verkleidete Ježibaba zu entlarven, sie, welche die Menschen so abgrundtief hasst und dem Scheitern Rusalkas in der Menschenwelt damit gewaltig nachhilft. […] Das spukhafte Hexenhaus mit seinem Eigenleben auf den Hühnerfüßen darf man gerne noch ein zweites Mal erwähnen: Zu Beginn des dritten Aktes sitzt es nämlich auf dem Boden, erhebt sich dann zu roten Höllenschwaden wieder auf seine Füße und verschwindet polternd von der Bühne. Klasse!

Kaspar Sannemann
Oper Aktuell
4. Dezember 2017

„mythische Traumlandschaft […] weit über das böhmische Märchen hinaus“

Dijkema erzählt Dvoraks Märchen von der Waldnymphe Rusalka zwar nicht als böhmisches Nixenstück zwischen Schilf, Seerosen und moosigem Waldboden, aber doch im weiteren Sinne, wenn auch stilisiert realistisch. Die Bühne, für die er selbst auch als Bühnenbildner verantwortlich ist, zeigt einen See samt Ufer, meist nebelverhangen, allerdings ohne Vegetation. Es ist eine eher karge, mythische, Traumlandschaft, in der Dijkema das Stück ansiedelt, auch ohne eindeutige folkloristische Verortung. […] Dijkema deutet zwar mit dem antiken Fährmann Charon tiefere Dimensionen an. Dieser Todesfährmann der Antike rudert immer dann im Nachen über den See, wenn eine Art Mond als Lichterkugel aus ihm emporsteigt. Andererseits gibt es auch Gegenwartsandeutungen in dieser Inszenierung, beispielsweise kommt die Jagdgesellschaft des Prinzen mit dem Jeep angefahren. Der Heger und der Küchenjunge dürfen mit einem eindeutig aus Prag stammenden Kleinbus auf die Bühne fahren, der quasi als mobile Schlächterei dient. […] Ansonsten herrscht freie Märchenpoesie vor, sehr detailbewußt gearbeitet, aufwendig in der optischen Realisierung. Der Clou der Aufführung ist das Haus der Hexe Jezibaba, die Rusalka den Fischschwanz abschneidet und sie zum Menschen macht. Jezibabas Hexenhaus kommt auf Hühnerfüßen angelaufen. Es handelt sich also um die russisch-slawische Hexe Baba Yaga, die man da sieht, sie ist auch höchst theatralisch gemummt. Und die Waldfeen sind üppige, nackte, ursteinzeitliche Venusfrau-en mit breiten Hüften, hängenden Brüsten und Schweinsköpfen. Alles Elfenhafte geht ihnen ab. Es sind eher antikische Erosgrotesken. Sie dürfen übrigens aus geysirhaft dampfenden Bühnen-öffnungen auf- und abtreten. Also da geht die Phantasie des Regisseurs ein wenig mit ihm durch, will sagen weit über das böhmische Märchen hinaus.

Dieter David Scholz
MDR-Kultur
4. Dezember 2017

„Großartig auch das bewegliche Haus der Hexe Ježibaba auf großen beweglichen Hühnerfüßen. […] Es ist nicht der einzige geniale Regieeinfall, den Dijkema hier hervorzaubert.“

Michiel Dijkema, der an der Oper Leipzig unter anderem Tosca mit großem Erfolg inszenierte, haucht diesem Stück an der Oper Leipzig neues Leben ein. Neben der Regie ist er auch für das Bühnenbild verantwortlich. Und diese Kombination ist für die Inszenierung einfach perfekt. Für die Szenerie ist es dem Regisseur wichtig, dass die Elementargeister auch gewissermaßen aus ihren jeweiligen Elementen auftauchen können. Und so wird es eine ganz zeitlose, naturalistische Inszenierung, mit wenigen Verweisen zur heutigen Zeit und zur heutigen Gesellschaft, nämlich dann, wenn die Menschen ins Spiel kommen. Es eine hügelige Landschaft, mit Wasser umgeben, so dass der Wassermann und die Nixe aus dem Wasser auftreten können, die Erdwesen aus maulwurfshügelähnlichen Löchern. Großartig auch das bewegliche Haus der Hexe Ježibaba auf großen beweglichen Hühnerfüßen. Und hier schlägt Dijkema, der auch Klavier studiert hat und von der Musik kommt, einen Bogen zu Modest Mussorgskys Bildern einer Ausstellung. Denn die Ježibaba ist das tschechische Pendant zur russischen Baba Jaga. In dem neunten Bild dieser Ausstellung ist das Haus der Baba Jaga auf Hühnerfüßen abgebildet, und auch musikalisch sind Anklänge an Mussorgsky zu vernehmen. Es ist nicht der einzige geniale Regieeinfall, den Dijkema hier hervorzaubert. Der Mond, der eine zentrale Rolle bei den Naturwesen spielt, wird als leuchtende Kugel dargestellt, von einem Fährmann auf einem Kahn übers Wasser gebracht, ein so simples wie gleichzeitig treffendes Bild, das in die Atmosphäre der zwei Welten harmonisch passt. Die Szene mit den Menschen ist kurz und kühl, hier herrscht die Dekadenz vor. […]
Am Ende ist die Begeisterung riesengroß […]  Mit dieser Neuinszenierung und diesem Ensemble hat die Oper Leipzig einmal mehr neue Maßstäbe gesetzt. Und die Aufführung hat das Zeug zum Dauerbrenner, nicht nur in der Adventszeit.

Andreas H. Hölscher
O-Ton Magazin
5. Dezember 2017

„Ein phantastisches märchenhaftes Spektakel. […] Ganz großes Theater.“

Die Inszenierung: Ein phantastisches märchenhaftes Spektakel. Wenn die Hexe auf ihrem Häuschen auf überdimensionalen Hühnerbeinen hereinreitet, die grotesk märchenhaften Elfen aus aufschiessenden Maulwurfshüglen klettern, Wassermann und Co in wirklichem Wasser baden, und das Ganze durch zauberhafte Lichteffekte verklärt wird, ist man als Zuschauer hin und weg. Ganz großes Theater.

Tamino Klassikforum
5. Dezember 2017

„von Nebel umwabertes, naturatmosphärisches Traumspiel […] einhelliger Jubel“

Und wenn schon in diesem Märchen über die Nymphe - die sich in einen Prinzen verliebt, der mit blondem Langhaar genauso aussieht, wie er im Märchenbuch steht - auch eine leibhaftige Hexe vorkommt, dann darf Jezibaba so aussehen, als würde sie den ganzen Tag nur Kinder füttern, braten und verspeisen - und auch in einem Haus wohnen, das auf zwei Hühnerbeinen steht und geht, so dass den Zuschauern vor Entzücken das Programmheft vom Schoss fällt. Es ist eine Klasse für sich, was die Techniker da für Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema gebaut haben. Auch das, was Julia Reindell bei den Kostümen an Amphibischem bereithält. […] Das von Nebel umwaberte, naturatmosphärische Traumspiel beginnt an einem Gewässer, an dem die drei Waldelfen aus Mini-Geysiren schlüpfen, als wären es drollige Verwandte von Miss Piggy - mit Riesenbrüsten und spitzen Ohren.
Die Wirklichkeit von heute, wie der metzgernde Heger und sein Küchenjunge im Kleinbus, klopft immer mal in dieser Märchenlandschaft an. Sie hat aber keine Chance. So wenig wie Rusalka bei den Menschen, an denen kein gutes Haar gelassen wird. […] Am Ende steht einhelliger Jubel für alle!

Joachim Lange
Mitteldeutsche Zeitung (MZ)
5. Dezember 2017

„ein grandioser Coup de Théâtre […] sinnlich verzaubernde Bildersprache“

[…] Michiel Dijkema neigt sich entschieden in die Richtung einer sinnlich verzaubernden Bildersprache. Schon zu Beginn tauchen romantisches Tiefblau und der Silberschimmer von Wasser und Mondlicht die Szene in eine geheimnisvoll enthobene Atmosphäre. Ein Jäger, in langem Mantel und mit Krone im Haar, entkleidet sich und badet im Wasser. Schnell wird offensichtlich, dass ihn mehr als das bloße Element umfließt: Dem Manne wird unheimlich, zum Fortissimo des Orchesters stürzt er panisch aus dem See und flieht. Die andere Welt, die den Menschen so ahnungsvoll erschreckt hat, lässt Dijkema wenig später in draller Unmittelbarkeit auf den Zuschauer einstürmen: Die Waldelfen sind nackte, mollige weibliche Wesen, unschuldig verspielt und vorwitzig. Der Wassermann wälzt sich mit seinem Fischschwanz mühevoll ans Ufer, das ersichtlich sein Element nicht ist. Und als ein grandioser Coup de Théâtre ächzt die Hütte der Ježibaba als Ungetüm auf gewaltigen Hühnerbeinen herein, wie sie in der Sagen- und Märchenwelt des slawischen Raumes geschildert wird. […] Zuvor aber darf Rusalka ihr sehnsuchtsvolles „Lied an den Mond“ singen, bei dem im Hintergrund ein leuchtender Ball aufgeht. Er strahlt über einem Wesen, das sich eine Seele wünscht, um befreit von der Tiefe bei den Menschen im Glanz der Sonne zu leben. Wie anfechtbar dieser Wunschtraum ist, wird im zweiten Akt offenbar, wenn die Menschen das Licht und das Wasser domestizieren: Eine Kette von Glühlampen ist ein schwacher Abklatsch des Naturlichts, ein Steg lässt die Oberfläche des Wassers abgesichert begehen, auf sicheren Planken eines breiten Pontons gleitet eine Festgesellschaft heran. […]
[…] Dijkema scheut sich nicht vor drastischen Momenten, etwa wenn Rusalka, um zum Menschen zu werden, mit dem Messer abgeschuppt wird oder wenn die Ježibaba ihr den Fischschwanz wegoperiert und das blutige Körperteil aus ihrer Hütte wirft. […]
Das Ende wird zur traurigen Meditation über Vergänglichkeit und Unsterblichkeit. Rusalka kann zwar den Prinzen – inzwischen ein alter, verwirrter Mann – mit ihrem Todeskuss erlösen, ist aber selbst zu einem qualvoll ewigen Dasein verdammt. Sie schmiegt sich an ihren längst zum Skelett zerfallenen Geliebten; im Hintergrund glüht der leuchtende Ball auf – ein Zeichen der Hoffnung? Oder der Triumph der Welt der Geister und Naturwesen, der Rusalka zu entfliehen trachtete?

Werner Häußner
Der Neue Merker
5. Dezember 2017

„Märchen Urbilder“

Po čtyřiceti letech se na scénu lipské opery vrací Dvořákova Rusalka. Premiéra nové inscenace, kterou režíroval i scénograficky připravil Nizozemec Michiel Dijkema, se konala v neděli 3. prosince 2017. Michiel Dijkema v roce 2014 také ve Wiesbadenu režíroval inscenaci Smetanovy Prodané nevěsty. Režisér, který zde v Lipsku již s úspěchem připravil inscenaci Pucciniho Tosky v roce 2015, vypráví příběh o setkání dvou světů – lidí a přírodní říše. Centrální postavu pak v příběhu hraje Ježibaba, která stojí na pomezí lidského a nadpřirozeného světa. […] Inscenace se soustředí na tragický příběh z hlediska pohádkových archetypů, čemuž napomáhají symbolické prvky kostýmů.

David Chaloupka
Opera Plus (Prag)
5. Dezember 2017

„einfach wunderschön“

Vezměme to ale od vizuálního dojmu nové inscenace. Zcela jednoduše řečeno musí být divák nadšen z tří čtvrtin dějství prvního a z celého dějství třetího. Příznivci plnohodnotných pohádek ve starém stylu si přijdou na své. Scéna nizozemského scénografa (zde zároveň i režiséra v jedné osobě) Michiela Diijkemi v kombinaci s plně profesionálně odvedenou prací na světelném designu z rukou Michaela Fischera je zkrátka nádherná. Scéna je proměněna v tajuplně záhadnou krajinu, která již předem navozuje atmosféru něčeho, co nemá cokoliv společného s reálným životem. Nechybí ani voda v jezírku, ani měsíček na nebi hlubokém. Potkáme se s ježibabou, s kterou bychom si rozhodně nechtěli sednout k táboráku, vidíme nádhernou a plně pohybově autonomní chaloupku na kuřích nožkách (evidentně v "Mrazíkovském stylu"). Vodník i Rusalka mají ploutve, rybí hřbet a šupiny. Nejsem dost dobře schopen popsat, kdo jsou tři bytosti (?), kterým by se mělo po našem říkat lesní žínky. Zaručuji ovšem že při pohledu na jejich vizáž a s ní spojené pohyby, se budete po celou dobu usmívat. Opravdu není obvyklé, aby Rusalčiny sestřičky, které jsou možná z jiného manželství (jak asi mohl onen jiný rodič vypadat?), dopadly s krásou právě takto, nicméně to beru jako výborný vtip, který do pohádky úžasně zapadl. Velká gratulace tedy míří k Jule Reindell, jež se o kostýmy postarala. Skvostně ostatně dokázala obléknout i cizí kněžnu a valnou většinu ostatních postav. […]  Celkově lze ovšem říci, že mě Michiel Dijkema svými výbornými režijními nápady svou Rusalkou potěšil a velmi příjemně překvapil. Jeho práce mě skutečně pozitivně zaujala. […] Byly tak dalším skvělým důvodem, proč se určitě vydat do Lipska na naši milovanou Rusalku!

EC – Opera Concert (Prag)
4. Dezember 2017

“Kassenschlager [...] der Renner [...] restlos ausverkauft
[...] eine illustre Märchenwelt, die durch provokante Zuspitzungen alptraumhafte Züge annimmt”

Phantasievolles Märchenspiel: Dvoraks „Rusalka“ avanciert zum Kassenschlager
Antonin Dvoraks „Rusalka“ gehört zu den großen Klassikern der tschechischen Opernliteratur. In Leipzig steht das Werk seit Anfang Dezember auf dem Spielplan – und ist der Renner im Kartenvorverkauf.  […] Die Vorstellung ist restlos ausverkauft. Wie die Premiere davor und die beiden Vorstellungen danach. […] Dass sich ausgerechnet ein tschechischsprachiges Werk zum Renner der Saison entwickelt hat, überrascht selbst Kenner des Leipziger Opernbetriebs. […] Der niederländische Regisseur und Bühnenbildner Michiel Dijkema, ein Meister phantasievoller Bilder, der in Leipzig schon „Tosca“ und Gounods „Faust“ inszenierte, verlegt das Märchen um die Meerjungfrau, die ein Mensch sein möchte, um sich in einen Prinzen zu verlieben, in die Gegenwart. Und bleibt doch der Fabel treu. Die Titelfigur bleibt eine märchenhafte Nixe, der Prinz trägt Krone und die gemeine Hexe Jezibaba erscheint als Schreckgespenst aus dem Bilderbuch. Auf der Bühne kreiert Dijkema eine illustre Märchenwelt, die – wie so häufig in seinen Inszenierungen – durch provokante Zuspitzungen alptraumhafte Züge annimmt. Im Fokus steht aber die Musik, von deren Fluss sich Dijkemas Bilderreigen leiten lässt.

Martin Schöler
Leipziger Internet Zeitung
18. Dezember 2017

“extrem stark [...] umwerfend”

W lesie głuchym i ciemnym jak starch
[…] W lipskiej Rusałce to Książę próbuje się urządzić w obcym dla niego świecie. Akcja toczy się w lesie tak ciemnym, że nawet nie widać drzew, w oparach mgły spowijającej niewidzialne jezioro, w królestwie pierwotnych sił, którym ulegnie nie tylko człowiek, ale i pretendująca do miana człowieka wodna boginka. Rusałka Dijkemy nie jest rudowłosą pięknością: to groteskowy, jaszczurczy stwór z grzebieniem na grzbiecie i błoną miedzy palcami, podobny jak dwie krople wody do swego ojca Wodnika (kostiumy Jula Reindell). Jej towarzyszki, leśne nimfy, przybrały postać szkaradnych dziwożon o rozłożystych biodrach i długich, obwisłych piersiach. Czarownica Ježibaba przywodzi na myśl skojarzenia ze słowiańskim demonem śmierci i transgresji: istotą obdarzoną wielką mądrością, którą potrafi wykorzystać przeciwko śmiałkom naruszającym naturalny porządek rzeczy.
Książę w tę baśń wkracza i nie chce z niej wyjść, choć to on jest w niej intruzem. W pogoni za białą łanią bezceremonialnie wjeżdża do lasu samochodem terenowym i świeci zwierzynie reflektorami po oczach. Nie zaprasza gości do swojego pałacu, tylko urządza przyjęcie weselne nad brzegiem jeziora. Gajowy i kuchcik sprawiają dziczyznę w plenerze, pod osłoną nocy, po czym pakują ją chyłkiem do furgonetki z napisem „Čerstvé kvalita masa”. A przecież Dijkema nie sugeruje prostego zderzenia współczesności z mitem. Odsłania raczej mechanizm wzajemnej, choć nieproporcjonalnej „inkulturacji” obydwu światów. […] Jest w tym spektaklu parę niezwykle mocnych gestów teatralnych. Moment, kiedy Ježibaba odwija Rusałkę z zakrwawionej kołdry, chwyta nóż i bezlitośnie oskrobuje półprzytomną dziewczynę z resztek łuski. Chwila, w której Książę próbuje do siebie zwabić tę poranioną istotę i zaczyna stroić głupie miny. Jest kilka świetnych i dobrze wygranych pomysłów, między innymi subtelnie podana sugestia, że Obca Księżniczka i Ježibaba są jedną i tą samą osobą: w skołtunioną czuprynę czarownicy wplątała się kurza łapka z wystającą kością, perfidna uwodzicielka pojawia się na weselu w brokatowym kapelusiku w kształcie kurzych pazurów. […] Koncepcja finału – mimo drobnych niekonsekwencji – jest jednak porażająca. Książę odnajduje Rusałkę nie po kilku dniach szaleństwa, lecz po latach tułaczki: złamany jak postać z tragedii Szekspira. Naprawdę szuka śmierci i szczęśliwie ją znajduje. W finałowym duecie starca i posiwiałej Rusałki kryje się mimo wszystko gorzka ulga, choć boginka zapłaci drożej za swą pochopną decyzję z przeszłości.

Dorota Kozińska
Wędrówki Operowe (Warschau)
24. Dezember 2017